Ubuntu 14.04/Paketauswahl

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Paketauswahl

Falls der Provider eine "minimale" Default-Installation "Ubuntu 14.04 (Trusty Tahr)" anbietet, kann diese als Basissystem übernommen werden, weiteres Abspecken lohnt den Aufwand nicht. Unabhängig vom Provider gibt es eine minimalistische Server-Distribution von Ubuntu als Installationsbasis: Server install image

Paket-Repositories einbinden

(Zur Vertiefung siehe auch: Wiki)

Es wird empfohlen, statt der Server von Canonical einen Spiegelserver (Mirror) in der Nähe zu wählen, da die Verbindung meist schneller ist und Kosten und Bandbreite für die Hauptserver gespart werden. Der hier im Beispiel gewählte Server steht in Aachen und ist damit für Zentraleuropa geeignet.

Hinweis: Viele Ubuntu-Installationen verwenden den Befehl sudo um Administratorrechte zu erhalten. In diesem Fall muss den hier genannten Befehlen sudo vorangestellt werden, bis wir im nächsten Kapitel „Benutzerverwaltung“ einen richtigen root Benutzer eingerichtet haben.

Aktuelle Liste der offiziellen Mirrors: https://launchpad.net/ubuntu/+archivemirrors

Repositories eintragen: /etc/apt/sources.list (Wiki: http://wiki.ubuntuusers.de/sources.list)
(Tipp: Nur zeitweise benötigte Repositories und eventuelle Kommentare dazu können mit # am Zeilenanfang auskommentiert werden.)

http://ftp.halifax.rwth-aachen.de/ubuntu trusty main restricted universe multiverse
http://ftp.halifax.rwth-aachen.de/ubuntu trusty-updates main restricted universe multiverse
http://ftp.halifax.rwth-aachen.de/ubuntu trusty-security main restricted universe multiverse
http://ftp.halifax.rwth-aachen.de/ubuntu trusty-backports main restricted universe multiverse

Nach Änderung der Repositories muss die neue Auswahl erneut in den Paketmanager geladen werden:

apt-get update

Software-Pakete installieren

Wahrscheinlich sind in den neu gewählten Reporitories von manchen Paketen aktuellere Versionen verfügbar. Diese sollten vorab installiert werden:

apt-get upgrade

Die folgenden Pakete (und deren Abhängigkeiten) installieren mit:

apt-get install ...

=> mariadb-server
=> mono-complete
=> tmux

=> nginx (nur für Webserver gebraucht)
=> php5-fpm (nur für Webserver mit PHP-CGI Scripten gebraucht)
=> php5-mysql (nur für Webserver mit PHP und SQL Anbindung gebraucht, beispielsweise für CMS, Blogs oder Foren)

In Klammern ist bei optionalen Paketen ein Verwendungshinweis genannt.

Mit der ursprünglich mit Ubuntu 14.04 installierten Linux-Kernelversion 3.13 läuft OpenSim nicht stabil; Mono wird alle paar Stunden oder gar öfter zum Absturz gebracht. Deshalb empfehle ich, den LTS Enablement Stack zu aktivieren, der ein 4.4 Kernel ausliefert.

Zuerst simulieren wir, ob das LTS Enablement Paketkonflikte verursacht. Wenn wir in der Ausgabe Errors finden, müssen die Probleme vor dem Aufruf des Kommandos behoben werden.

 apt-get -s install --install-recommends linux-generic-lts-wily

Nach einer erfolgreichen Simulation installieren wir die neuen Pakete durch Weglassen der Option "-s".

apt-get install --install-recommends linux-generic-lts-wily

Das nächste Mal bootet das System mit dem neuen Kernel, was mit dem Kommando "uname -a" geprüft werden kann.

Optionales Update des Webservers, falls installiert

Vorbereitung: Softwaretools installieren, um bequem aus Ubuntu PPA Repositories installieren zu können:

apt-get install software-properties-common

Mit der folgenden Kommandosequenz wird das private Repository (PPA) eines Benutzers als zusätzliche Installationsquelle ausgewählt, und daraus eine aktuellere Version von Nginx installiert.

nginx=stable
add-apt-repository ppa:nginx/$nginx
apt-get update 
apt-get install nginx

Achtung: Solche privaten Installationsquellen werden nicht vom Ubuntu-Team kontrolliert! Obwohl die Daten auf Ubuntu-Server hochgeladen wurden, geschieht das eigenmächtig durch die im PPA genannte Person oder Gemeinschaft.



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