Centos 7 VM/Motivation

Aus Hyperweb & OpenSim
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Warum eine Virtuelle Maschine mit Centos 7 einsetzen?

Problemstellung

OpenSim läuft auf vielen verbreiteten Linux Kerneln instabil. Dies äußert sich durch Abstürze von Mono mehrmals täglich bis hin zu mehrmals stündlich, abhängig von der Kombination aus Kernel-Version und Mono-Version. OpenSim Versionen kleiner 0.8.3 sind außerdem nicht mit Mono 4.2 lauffähig, welches in neuen Linux-Distributionen standardmäßig enthalten sein wird.

OpenSim läuft nachgewiesen stabil auf OpenSUSE 13.1 (Kernel 3.11, Supportende war Februar 2016) und Ubuntu 12.04.1 (Kernel 3.2, Supportende April 2017), vermutlich aber nicht mehr stabil mit aktuelleren Kernel-Versionen der 3.x Linie ab Version 3.13. Probleme werden also wahrscheinlich auftreten mit beispielsweise Ubuntu 12.04.5, 14.04.1, 14.04.2, 14.04.3, 15.04 oder OpenSUSE 13.2. OpenSim läuft nachgewiesen stabil auf CentOS 7 (Kernel 3.10, Supportende Juni 2024). Ebenso läuft OpenSim wieder stabil auf Kernel-Versionen der 4.x Linie, zum Beispiel ab Ubuntu 14.04.4, 15.10 oder OpenSUSE 42.1.

Mit einer Virtuellen Maschine können inkompatible Phasen überbrückt werden, ohne diverse Kombinationen auf dem (bei Hobbybastlern meist einzigen) realen Server durchzuprobieren. Insbesondere wenn auf dem Server außer OpenSim noch andere Anwendungen installiert sind, können Tests verschiedener Systeminstallationen sehr unangenehm werden. Wer aus verschiedenen Gründen weiterhin OpenSim 0.8.2 oder ältere Versionen verwenden will, bleibt mit dem realen Server nicht in einer alten Betriebssystemversion hängen.

Wahl der Lösung

Als Virtualisierungssoftware wurde KVM/QEMU gewählt, und als Gastsystem Centos 7 wegen des unglaublichen Supportzeitraums bis ins Jahr 2024.

Eine Schwierigkeit auf preiswerten Servern in fremden Rechenzentren ist, dass keine Grafikschnittstelle zur Verfügung steht. Die Installationsroutinen moderner Linux Distributionen erwarten aber mindestens VGA16. Wer direkten Zugang zum Rechner hat, kann natürlich auch die Installations-DVD oder das ISO-Image in der Virtuellen Maschine mounten und ein beliebiges Betriebssystem normal installieren. In dieser Anleitung wird der Textmodus erzwungen.

Profis konfigurieren üblicherweise eine "Bridge", um die Virtuelle Maschine ans Internet zu bringen, was jedoch eine separate echte IP-Adresse erfordert. Hobbybastler haben in der Regel nur eine IPv4 Adresse (ich auch), deshalb werden in dieser Anleitung einzelne Ports per Script umgeleitet.

Hinweis: Falls OpenSim sowohl auf der Virtuellen Maschine als auch auf dem realen Rechner (oder einer weiteren VM) betrieben wird, sind direkte Teleports zu den Regionen des jeweils anderen Rechners nicht möglich. Diese Einschränkung ist bei der Umleitung einzelner Ports mit gemeinsamer IP-Adresse aus technischen Gründen unvermeidbar.

Warnung

Dies ist eine Anleitung für Fortgeschrittene, ihr solltet bereits Erfahrung mit OpenSim Serverinstallationen gesammelt haben und auch nicht zurückschrecken vor eventuell tagelanger Fehlersuche in der Linux Kommandozeile! Zwar sieht das hier veröffentlichte Rezept recht einfach aus, ist aber das Ergebnis vieler vorangegangener Versuche und langer Recherche, teilweise wurden Lösungswege schlicht durch Versuch und Irrtum gefunden. Herzlichen Dank auch Freaky für seinen Lotsendienst durch die rauhen Gewässer der Portweiterleitungen.

Deshalb betrachtet die folgende Anleitung nicht als Tutorial, sondern als eine einzelne Beispielinstallation. Auf anderen Rechnern können Probleme auftreten, die hier nicht berücksichtigt sind, und wo ich (Mareta) bei der individuellen Fehlersuche mangels Systemkenntnis nicht behilflich sein kann! Über Verbesserungsvorschläge für die Anleitung freue ich mich natürlich sehr.

Vertiefende Informationen und Einstiegspunkte zur Fehlersuche bieten zum Beispiel folgende Webseiten:

Möglicherweise hilft es die Community zu fragen, beispielsweise in den folgenden Foren:



Weiter: KVM/QEMU Installation auf dem Host